Rattlesnake

Herzlich Willkommen zum Projekt "Gun Günther Rattlesnake - Stern #1"! Es ist sowas wie eine in sich abgeschlossene Kurzgeschichte, die sich aus mehreren Teilen ("GGRattlesnake Stern 2" u.s.w.) zusammensetzen wird und später eine "ganze" Geschichte ergeben soll. Ursprünglich als Beitrag zu einem Literaturwettbewerb gedacht, habe ich den eingereichten Text durch Capi "Casino" Talist und dessen Geschichte ergänzt. Die Kritik des Literaturwettbewerbs könnt ihr auf Facebook (http://www.facebook.com/?ref=home#!/pages/JBlum/116686381674915?ref=sgm) und myspace.com/ggrattlesnake einsehen.

Ich werde hier einen Textauszug bereitstellen. Die komplette Geschichte "Gun Günther Rattlesnake - Stern #1" könnt ihr als PDF unter mediafire.com/j-blum kostenfrei runterziehen.

Nun zum Textauszug:



Gun Günther Rattlesnake
Stern #1


Seltsamer Western von Johannes Blum
Dies ist eines der vielen Abenteuer um den berüchtigten
Cowboy „Gun Günther Rattlesnake“, dem erfahrensten
Fährtenleser von ganz PunkAssMothafukkaland. In dieser
Geschichte erfährst du, dass fast nichts einen solch harten
Knochen, der eher seine Tätowierungen für sich sprechen
lässt, weich kriegen kann. Fast nichts.

Die erbarmungslose Sonne stieg in den Zenit und verbrannte
das weite Land unter ihr. Über der Prärie flimmerte die
kochende Luft und ließ den Menschen der es wagte dieses Land
zu bereisen, ein verzerrtes, flackerndes Bild seiner kargen,
trostlosen Umgebung wahrnehmen, in der nur die stärksten der
Todesmutigen überleben. Seit Tagen zogen die Geier ihre
Kreise in den Himmel und stellten sich die Frage, ob der
schlaff in seinem Sattel hängende Reiter unter ihnen, einer
jener todesmutigen und starken war, die diese heiße Hölle
überleben konnten. Allem Anschein nach aber nicht. Seit zwei
Tagen hatte sich die gleichmäßige Bewegung des Pferdes auf
den Körper übertragen, aber ansonsten blieb dieser im Sattel
regungslos. Ja, wie tot. Einer dieser schrägen,
aasfressenden Vögel war der Geier Jonathan. In seiner Jugend
beschloss Jonathan, mit den Regeln der Geier zu brechen,
stürzte sich in ein wildes Sex Drugs & Rock`n`Roll Life,
verbrachte eine Zeit in Vegas und war bis aufs Gefieder
pleite, in seine alte Heimat zurückgekehrt. In Demut trat
Jonathan den Job an, den sein Vater ihm im traditionell
geführten Familienunternehmen „Aasfraß und Söhne“ angeboten
hatte. Zusammen mit Jonathans zwei Brüdern und fünf
angestellten Saisongeiern, beschlossen sie endlich zum
Angriff über zu gehen, wobei sie Jonathan mit den Worten
„Los, verdien dir unseren Respekt“ und „Dein Halligalli-
Leben ist vorbei!“ vorrauschickten. Jonathan setzte zum
Sturzflug an. „Ich bin ein guter Geier“ redete sich Jonathan
ein. „Ein gemeiner sogar.“ Jonathan nahm an Geschwindigkeit
zu. „Und du da unten bist ganz Doll tot.“ Jonathan hielt
zielgerichtet, schnell wie ein Blitz auf sein Opfer zu.“Ich
bin Jonathan und du bist tot. Du musst Tot sein und lecker.“
Jonathan raste auf drei Meter an sein Opfer heran, breitete
die grauschwarzen Flügel aus und setzte zur Landung an. „Du
bist so tot, toter kann man gar nicht... tot, scheiße, du bist
ja...“ Das letzte an das sich Jonathan später erinnern sollte,
war, dass plötzlich eine zur Faust geballte Pranke in die
Richtung seines Schnabels schnellte. Ihm die Fressluke vor
Entsetzen herunter geklappt war, als er die Tätowierung der
Knöchel las, die mit voller Wucht auf Jonathans entgleistes
Geiergesicht trafen. So hart und unbarmherzig, das die
grauschwarzen Federn flogen. Die tätowierten Buchstaben auf
den Knöcheln ließen keinen anderen Schluss zu, um wen es
sich hier bei dem Totgeglaubten handelte. Es war der
todesmutigste Präriewolf den die Hölle selbst hatte
ausspucken können. Sein Name war: Gun Günther Rattlesnake
und auf den vier stahlharten, tätowierten Knöcheln seiner
linken Faust war M O I N zu lesen. Der Cowboy zog die Zügel
und brachte das Tier auf dem er saß mit einem „Brr“ zum
stehen. Dann klopfte er dem Pferd mit der Handfläche
beruhigend auf den braunen Hals, welchen er anschließend, in
einer wischenden Bewegung von Geierfedern säuberte. Gun
Günther Rattlesnake blickte in Richtung von Jonathan, der
bewusstlos in etwas kahlem Gestrüpp lag. „Mit miä nich, du
Geiär!“ rief der Cowboy, schnalzte mit der Zunge, zog sich
den Hut tief ins Gesicht, setzte sich in seine
ursprüngliche, regungslose, Rattlesnakeske Position und
verließ langsam weiter reitend die Szenerie. Die übrigen
Geier hatten nicht vor Gun Günther dabei zu begleiten.





mediafire.com/j-blum

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